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Arbeitsgemeinschaft für Wissenschaftliche Psychotherapie

Spezifische Psychotherapie für chronische Depression – Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy nach McCullough

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Chronische Depression hat eine Punktprävalenz von etwa 3 %. Die betroffenen Patienten sind in ihrer psychosozialen Funktionsfähigkeit schwer beeinträchtigt. Häufig bestehen komorbide Persönlichkeitsstörungen, am häufigsten ängstliche, dependente und Borderline-Persönlichkeitsstörung. Das „Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy“ (CBASP) von James McCullough ist das erste Psychotherapieverfahren, das spezifisch zur Behandlung chronischer Depressionen entwickelt wurde. Dabei integrierte er verschiedene wichtige theoretische psychologische Ansätze: Seligmann’s Modell der erlernten Hilflosigkeit, Bandura’s Theorie sozialen Lernens, Piaget’s Theorie der kognitiv-emotionalen Entwicklung, Skinner’s Erkenntnisse zur Bedeutung des operanten Lernens und Kiesler’s interpersonelle Theorie. Der Ansatz erlaubt die Behandlung von Patienten mit chronischer Depression aus einer breiten und gut fundierten theoretischen Perspektive heraus. Dabei werden sowohl kognitive, emotionale wie verhaltensbezogene Bereiche angesprochen und spezifische interpersonelle Fertigkeiten vermittelt. CBASP wurde in einer sehr großen kontrollierten Behandlungsstudie erprobt und ist additiv zu psychopharmakologischen Interventionen wirksam. Im Workshop werden die wichtigsten therapeutischen Strategien und Techniken von CBASP demonstriert und eingeübt. Besondere Berücksichtigung findet die Gestaltung der therapeutischen Beziehung anhand von Beispielen aus der Praxis und Rollenspielen. Abschließend werden die Möglichkeiten der Integration von CBASP als Baustein in der Behandlung von Patienten mit ausgeprägter Komorbidität einschließlich schwerer Persönlichkeitsstörungen diskutiert.

Literatur




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