Dialektisch Behaviorale Therapie bei Patienten mit Borderline-Persönlichkeitsstörung und komorbidem Substanzmissbrauch oder -abhängigkeit (DBT-S)
Die Weiterbildung richtet sich an Mitarbeiter medizinisch- psychotherapeutischer Berufe sowie deren Mitarbeiter ohne medizinisch- psychotherapeutische Ausbildung.
Praktische und theoretische Erfahrung mit Dialektisch Behavioraler Therapie werden vorausgesetzt. Die DBT-Workshops Basis I und Skills I der AWP sind als Wissensgrundlage erforderlich.
Ziel des Ausbildungsganges ist, die Teilnehmer zu befähigen, DBT-S als Therapiemethode zur Behandlung von Patienten mit einer Borderline Persönlichkeitsstörung (BPS) und komorbider Abhängigkeitserkrankung anzuwenden.
Inhalt des Ausbildungsganges ist das Erlernen von DBT-S spezifischen Strategien und Techniken wie Attachement, Commitment und Veränderungsstrategien. Weiterhin wird ein Ansatz zum Skillstraining für suchterkrankte Borderline Patienten vermittelt. Eine Einführung in das Modell der Dialektischen Abstinenz und die „Schmetterlingsmetapher“ werden gegeben. Das Verständnis der Therapeuten für Abhängigkeitserkrankungen und BPS in Kombination wird mit Hilfe des Bio-Psycho-Sozialen Modells sowie neurobiologischer und psychologischer Aspekte erhöht, Rückfallverhalten wird erklärt und die Anwendung eines darauf bezogenen Kontingenzmanagements trainiert. Eine Einführung in die Grundlagen der Therapie von Abhängigkeitserkrankungen wird gegeben.
Das Curriculum gliedert sich in zwei Blöcke mit einem zeitlichen Umfang von jeweils 2 Tagen. Im ersten Block werden theoretische Grundlagen der DBT-S geliefert und in praktischen Übungen vertieft. Im zweiten Block werden die Teilnehmer gebeten eigene Fallbeispiele, Videosequenzen und Fragen einzubringen. Hier geht es vorrangig um die DBT-S adhärente Lösung von Problemsituationen, die während der Behandlung dieser Patientengruppe auftreten können. Auch Standardsituationen, die sich im therapeutischen Umgang mit dieser Patientengruppe ergeben können, werden praktisch geübt.
Literatur
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