Kognitiv-verhaltenstherapeutische Behandlung extremer Selbstunsicherheit und sozialer Ängste
Eine extreme Ausformung von sozialen Ängsten und Selbstunsicherheit findet sich bei Patienten und Patientinnen mit Selbstunsicherer (DSM-IV) oder ängstlich-vermeidender (ICD 10) Persönlichkeitsstörung. Grundlegende Probleme von Patienten mit ängstlich-vermeidender oder selbstunsicherer Persönlichkeitsstörung sind eine extrem ausgeprägte Angst vor Ablehnung, Kritik und ein sehr negatives Selbstbild. Es wird ein motivorientiertes Störungs- und Interventionsmodell erläutert. In dem vorgestellten therapeutischen Ansatz werden verschiedene verhaltenstherapeutische und kognitive Techniken - Exposition in Form von Rollenspielen, das Üben von sozial kompetenten Verhaltensweisen, Übungen zum Aufbau eines positiveren Selbstbildes, sowie kognitive Techniken zur Umstrukturierung negativer Grundannahmen - dargestellt. Der Schwerpunkt liegt auf der Darstellung des verhaltenstherapeutischen Vorgehens in Gruppen. Der Einsatz von Videoaufnahmen in der Therapie und die videounterstützte Rückmeldung werden demonstriert. Das Therapieprogramm hat sich bereits mehrfach in ambulanten und stationären Kontexten bewährt und wurde in seiner Wirksamkeit überprüft.
Literatur
- Renneberg, B. & Fydrich, T. (1999).
Verhaltenstherapeutische Therapiekonzepte in der Gruppenbehandlung der selbstunsicheren Persönlichkeitsstörung.
In H. Saß & S. Herpertz (Hrsg.),
Psychotherapie von Persönlichkeitsstörungen (S. 159-170).
Stuttgart:Thieme. - Renneberg, B. (2008).
Psychotherapie bei Cluster C Persönlichkeitsstörungen: Die ängstlich-vermeidende, die dependente und die zwanghafte Persönlichkeitsstörung.
In S.C. Herpertz, F. Caspar, Ch. Mundt (Hrsg.)
Störungsorientierte Psychotherapie. (S. 490-499).
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